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AUF DEN SPUREN DER ALTEN FOTOGRAFIE

Daniel Bade fand irgendwann auf dem Estrich seiner Mutter ein altes Fotoalbum und war sofort begeistert. Was ihn so faszinierte, waren die zeitlos wirkenden Schwarzweiss-Bilder. Danach war für den Hobby-Fotografen klar, dass auch er diesen fotografischen Weg beschreiten würde. Ursprünglich von seiner Mutter beeinflusst, hat sich Daniel inzwischen einen eigenen Stil auf seinen Reisen angeeignet und macht nun selbst, sowohl mit der Leica Q wie auch mit der M11 Monochrom, zeitlos wirkende Bilder. Zu sehen bis Ende Mai 2023 im Leica Store Zürich.

«Ich habe bemerkt, dass mich Farben ablenken, wenn ich mit der Kamera durch die Strassen einer Stadt spaziere», erzählt Daniel Bade. «Die Schwarzweiss-Fotografie ist reduziert auf das Wesentliche, viel konkreter, ich kann mich auf den Moment konzentrieren». Wenn Daniel durch eine Stadt zieht, jagt er, mit Kopfhörern und Musik, das perfekte Bild. «Natürlich bin auch ich immer auf der Suche nach dem Lucky Shot. Manchmal sind es nach einer Session 5-6 Bilder, die mir ganz gut gefallen, manchmal geht gar nichts. An manchen Tagen lasse ich mich treiben und plötzlich läufts richtig gut. Insgesamt habe ich wohl 2-3 Bilder, welche von mir aus gesehen nahe am perfekten Bild sind.

Von der Leica Q zur Leica M11 Monochrom

Die Kamera seines Vertrauens ist die Leica Q. Vor Jahren mal von einem befreundeten Leica-Fotografen ausgeliehen, hat ihn dieses Modell sofort überzeugt. «Es war Liebe auf den ersten Blick. Ich bin kein grosser Techniker und mag es auch nicht, über die technischen Details einer Kamera zu fachsimpeln. Die Q ist simpel, hat einige wenige Einstellungen und liefert fantastische Bilder. Sie ist sehr handlich. Ich fühle mich ganz einfach sehr wohl mit dieser Kamera, sie wird mir nie langweilig und sie erfüllt alle Anforderungen, welche ich als Street-Fotograf an eine Kamera habe». Und doch änderte sich plötzlich grundsätzlich etwas, als Daniel einen Anruf von Leica Schweiz erhielt, um eine neue Kamera, die Leica M11 Monochrom, zu testen.

«Als ich mit dem Fotografieren begann, dachte ich zu Beginn folgendes: wenn mich eines Tages eine Marke anruft und mich bittet, eine ihrer Kameras zu testen, dann habe ich ein grosses Ziel erreicht». Genau dies ist nun geschehen. Angerufen hat ihn nicht irgendeine Marke, sondern Leica. «Es war ein Wow-Erlebnis, ganz klar. Es ist eine Anerkennung meiner Fotografie und zeigt, dass ich doch einiges richtig mache». Konkret kam die Anfrage, ob Daniel die Leica M11 Monochrom testen würde, was aufgrund der Bilderwelten von Daniel naheliegend ist. Bei diesem Test-Shooting fand er heraus, dass schwarzweiss nicht gleich schwarzweiss ist. «Bei der Q fotografiere ich mit dem Farbsensor und wandle die Bilder danach in Schwarzweiss um. Die M11 Monochrom verfügt über einen Schwarzweiss-Sensor, was dem Bild einen anderen Grundton gibt. Die Graustufen sind wesentlich besser. Es ist ein anderes, edleres, interessanteres Schwarzweiss, welches die M11 Monochrom hervorbringt. Und die Kamera bietet grundsätzlich mehr Möglichkeiten».


Die Magie von Leica entdeckt

Mehr Möglichkeiten bedeutet für Daniel Bade zwar nicht automatisch auch eine bessere Kamera, da er sich nicht grossartig um technische Details kümmert. Und doch hat ihn die M11 Monochrom voll überzeugt. «Es fiel mir wirklich schwer, sie wieder zurückzugeben», sagt Daniel lachend. «Die Bilder sind ganz einfach noch besser als mit der Q, es ist unendlich Schärfe da. Zudem habe ich bei der M11 Monochrom zum ersten Mal richtig wahrgenommen, was diese einzigartige Leica-Magie ausmacht. Nämlich die gesamte Erfahrung, das manuelle Einstellen, diese Nuance von Unschärfe. Und da es eine Monochrom-Kamera ist, konnte ich mich zu hundert Prozent auf das Fotografieren konzentrieren, musste nichts umstellen und änderte auch in der Nachbearbeitung nur minime Details. All dies zählt für mich. Daher kann ich die Leica M11 Monochrom nur empfehlen».

Das Ergebnis von Daniels M11-Fotografie kann bis Ende Mai 2023 im Leica Store in Zürich bewundert werden. Nach der Anfrage für die Testkamera folgt also auch gleich noch eine Ausstellung. «Dies alles ist wohl das schönste und grösste Feedback, das ich zu meiner Fotografie erhalten kann. Es ehrt mich sehr. Ich bin sehr dankbar für diese grossartige Chance». Auch wenn es nicht seine erste Ausstellung ist, herrscht eine gewisse Nervosität vor der Vernissage. «Die erste halbe Stunde ist oft ein bisschen schwierig, dann löst sich die Anspannung. Das Spezielle ist, die Reaktionen der Leute zu sehen, deren Feedback zu erhalten». In dem Sinne lassen wir seine Fotografie für ihn sprechen – eine Lobeshymne auf die gute alte, zeitlose Schwarzweiss-Fotografie.


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