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Freiheit dank Fotografie

Dirk Wetzel hat seinen Weg gefunden. Dass er dafür einen Umweg um die halbe Welt machen musste, spielt heute keine Rolle mehr. Der ehemalige Schlagzeuger hat in der Fotografie seine Berufung entdeckt und die Möglichkeit erhalten, seine Kreativität auszuleben. Ein Gespräch über seine Leidenschaft, die Fotografie, Freiheit und die entscheidende Weltreise.


«Ich befand mich in einer Sackgasse als Musiker. Zwar hatte ich durchaus eine Karriere, konnte aber nicht davon leben. Also zog ich den Stecker und begab mich auf eine einjährige Weltreise, um mich neu zu orientieren. Ich kaufte einen Rucksack und eine Kamera und begann, die Reise fotografisch zu dokumentieren. Als Musiker wollte ich die Welt bereisen, aber erst die Fotografie ermöglichte mir diese Freiheit. Die Weltreise gab mir schlussendlich alles, sie war der Beginn meines neuen Lebens als Fotograf.»




Der Falke und die SL2S


Dieses neue Leben dauert nun schon 12 Jahre, in welchen Dirk Wetzel zum freischaffenden Profifotograf gereift ist. Und die verschiedenen Disziplinen der Fotografie kennengelernt hat. «Ich liebe die Abwechslung, vor allem zwischen der Porträt- und Architekturfotografie. Porträts zu machen, fällt mir leicht, da ich gut auf Menschen eingehen kann und diese sich bei mir wohlfühlen. Die Architektur interessierte und faszinierte mich schon immer. Es ist die Abwechslung zwischen diesen beiden Disziplinen, die mir gefällt. An einem Tag mache ich Porträts von 20 Leuten einer Firma, am nächsten Tag arbeite ich allein in einem Gebäude und geniesse die Ruhe. Zudem reise ich auch immer noch viel, fotografiere für NGO-Organisationen oder mache kreative Freelance-Projekte. Dies ist Freiheit, die ich für mich gefunden habe.»


Eines dieser Freelance-Projekte entstand, nachdem Dirk Wetzel auf dem Novartis-Campus einem Falken und seinem Halter begegnete. «Ich hatte schon davon gehört aber dachte, diese ganze Falken-Geschichte sei ein Mythos. Umso erstaunter war ich, als ich auf dem Campus tatsächlich einem Typ mit einem Falken begegnete.» Diese Gelegenheit wollte sich der Leica-Fotograf nicht entgehen lassen. «Ich fragte ihn, ob ich mal mit ihm mitlaufen und aufs Dach steigen kann, um einige Bilder zu machen. Daraus wurden mehrere Shootings, es entstand eine Freundschaft. Vor allem aber wurde daraus eine tolle Geschichte. Für mich eine typische Leica-Story.» Realisiert hat er sie mit der Kamera seiner Wahl, der SL2S Reporter, «welche auch einen Falken einfangen kann.»




Leica-Community Basel


Dass Dirk Wetzel mit Leica fotografiert, ist der Leica-Community in Basel zu verdanken. Diese leistete einige Überzeugungsarbeit. «Ich dachte stets, Leica sei ein veraltetes Monochrom-System, welches sich nicht zum Arbeiten eignet. Bis mir mein Fotografen-Kollege Daniel Krause für einige Tage eine Leica SL auslieh. Da war es um mich geschehen. Inzwischen habe ich einen kompletten Systemwechsel hinter mir und mache alles mit der SL2S. Es ist die perfekte Allround-Kamera, ein Arbeitstier. Ich brauche sie für Porträts, für die Architekturfotografie, für Reportagen und auf Reisen. Die Bildleistung ist schlicht unglaublich, auch die ISO-Highperformance ist beeindruckend. Zudem ist sie sehr robust, man könnte damit einen Nagel einschlagen. Und trotzdem hat sie Stil. Für mich ist sie perfekt. Zudem passen das Image und die Philosophie von Leica zu mir.»


Die Leica SL2 wird auch auf seiner nächsten Reise mit im Gepäck sein, wenn Dirk Wetzel nach Sumatra reist. Idealerweise kann er dort für eine Charity-Organisation fotografieren. «Dies ist mein Beitrag an NGO-Organisationen. Ich schreibe sie jeweils an, dass ich in die Gegend reise und sehr gerne Projekte und Menschen dokumentieren würde, kostenlos versteht sich. Dies habe ich schon in verschiedenen Regionen der Welt gemacht.» Oder aber er widmet sich seinem eigenen Projekt «Railway Diaries». «Ich laufe dann einfach tagelang irgendwelchen Bahnlinien entlang und porträtiere Menschen, Quartiere und Situationen, denen ich unterwegs begegne. Dies habe ich bereits in Thailand, Kambodscha oder Vietnam gemacht. Klar gucken mich die Einheimischen zum Teil komisch an, aber sobald man mit den Leuten ins Gespräch kommt, ist immer alles easy». Vielleicht wäre dieses Projekt ein Thema für eine Ausstellung im Leica Store in Basel, ein Wunsch, welcher durchaus besteht. «Aber alles zu seiner Zeit, ich bin ja noch relativ neu in der Leica-Community.»

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