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«DIESES BILD ZIEHT DIR DIE SCHUHE AUS!»

Michael Schär ist der Leica-Community bestens bekannt. Der professionelle Leica-Fotograf lebt seit über 20 Jahren seine Leidenschaft, gibt Fotokurse in Paris oder New York und ist eine Ikone der Porträt- und Studiofotografie – so hatte der Berner in seinem Atelier gefühlt bereits die gesamte Schweizer Prominenz vor der Linse seiner SL2. Am Swiss Photo Day im November hat Michael sein Können live unter Beweis stellen und aufzeigen können, warum das Profoto Blitzsystem perfekt zu seiner Leica-Ausrüstung passt.


«Fotografieren ist für mich eine Lebenseinstellung, kein Job», stellt Michael Schär zu Beginn des Gesprächs klar. Diese Aussage überrascht keineswegs bei einem, der seit über 20 Jahren seine Leidenschaft für die Fotografie lebt – und die Leidenschaft für Leica. «Ich fotografiere ausschliesslich mit Leica-Kameras. Sei es mit der Q3, der SL2, der M11 oder der M Monochrom. Je nach Situation, Job oder Reise bestimme ich die Kamera und Objektive meiner Wahl sowie die passende Ergänzungsausrüstung. Etwas anderes als Leica kann ich mir gar nicht mehr vorstellen.»




Im Studio mit der SL2

Bevor wir nach Paris oder New York ausschweifen, gehen wir erst einmal zurück ins Studio. Sein grosszügiges Atelier in Bern ist bestens ausgestattet mit allem, was ein Studiofotografen-Herz begehrt. Natürlich mit der Leica SL2, welche stets liefert, was der Fotograf von ihr verlangt. Majestätisch steht sie da auf ihrem Stativ und wartet auf ihren nächsten Job. «Im Studio brauche ich vorwiegend die SL2. Rein vom Handling her passt sie perfekt zur Studio- und Porträtfotografie. Oft wollen die Kunden Instant-Bilder sehen und checken, ob die Einstellungen passen. Kein Problem mit der SL2. Oder erst kürzlich musste ich für eine Firma 120 Porträts an einem Tag produzieren. Da braucht es eine SL, weil sie so verlässlich und schnell ist und mit viel weniger Aufwand perfekte Farben liefert. Auch die typische Leica-Haptik ist da, obwohl es eine völlig andere Kamera als eine M ist. Als ich die SL2 zum ersten Mal getestet hatte, wusste ich bereits nach 10 Sekunden, dass ich sie kaufen werde.»




Aber nicht nur die Kamera wartet auf das nächste Gesicht, da stehen auch Studiolampen, Blitzsysteme und Softboxen. Wer genau hinschaut bemerkt, dass alle diese Produkte von einer Marke stammen: Profoto. «Ich finde die Produkte top. Es ist eine sehr innovative Marke, welche immer wieder mit neuen, grossartigen Produkten überrascht. Und vor allem passt das alles perfekt zur Leica-Ausrüstung, ist sehr kompatibel, da man alles miteinander verbinden kann. Zudem kann ich das ganze Programm über die Kameras steuern.» Auch die Haptik sei ähnlich, versichert Michael. Ein Aspekt, der dem Stilisten sehr wichtig ist. Aber wer nicht gleich Hausfotograf von Patent Ochsner werden will (was Michael ist), dem hat er auch noch einen Rat: «Für die Studiofotografie braucht es eigentlich nur eine Lampe und einen Reflektor. Das reicht. Man muss nicht gleich mit dem ganzen Geschütz auffahren, wie ich.» Wer mehr Tipps zur Studiofotografie haben möchte, dem sei ein Besuch an den Swiss Photo Days empfohlen.



Die Liebe zur M Monochrom

Spricht man mit Michael Schär über die Fotografie, spielt die Haptik immer wieder eine grosse Rolle, viel mehr als technische Details. «Ich mag die Einfachheit beim Fotografieren. Daher ist mir die Haptik einer Kamera sehr wichtig – wie sie in den Händen liegt, ob ich Freude an ihr habe, ob sie mir gefällt. Die Frage ist immer auch: Warum fotografiere ich überhaupt?». Da wären wir wieder bei der Fotografie als Lebenseinstellung. Und somit auch bei seiner absoluten Lieblingskamera. «Die M Monochrom» schiesst es aus ihm heraus. «Es ist die absolut schönste Kamera, die ich je hatte. Mit ihr durch New York oder Paris zu laufen, ist die Essenz der Fotografie für mich. Sowohl die Kamera wie auch das Bildmaterial, welches sie produziert sind unglaublich. Ein Beispiel: In Paris habe ich in der Nacht mit dem 35mm-Objektiv aus der Hand den Eifelturm fotografiert. Siehst du das Resultat, gehen dir die Schuhe auf – so krass gut ist das. Mit ihr zu fotografieren ist ein völlig neues Feeling, sie ist unfassbar gut. Und zurück zur Haptik – sie ist eine so schöne Kamera und bereitet mir so viel Freude, das hat definitiv auch einen Einfluss auf die Bilder.»




Diese Freude und Begeisterung sind ansteckend. Kein Wunder, lieben es die Mitglieder der Leica-Akademie, mit Michael Schär auf Fotoreisen zu gehen wie kürzlich nach Paris. Doch was gibt er seinen «Schülern» mit auf den Weg? «Das Wichtigste: bleibt locker und verkrampft euch nicht. Man sollte fotografieren, ohne zu viel Respekt zu haben. In Paris habe ich zum Beispiel durch ein Schaufenster einige Plüschkatzen fotografiert und dies dann auch gepostet. Zur grossen Verwunderung einiger Kursteilnehmer, welche sich zu sehr auf perfekte Bilder fokussiert haben. Es geht doch darum, Spass zu haben, auch mal die Komfortzone zu verlassen, die Community zu überraschen. Jedenfalls wurde das Katzenbild von mehr Leuten geteilt als viele andere meiner Bilder. Darum: Geniesst es einfach.» Diesem Vorsatz wird er auch bei seinem Live-Shooting an den Swiss Photo Days nachgehen. Auch wenn es dann wieder um Studio-Fotografie mit der SL2 geht.


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